„Ich möchte keine Quotenfrau sein!“

In dem Beitrag der Badischen Zeitung vom 11.12.2020 nimmt Brigitta Schrempp Frauen in die Pflicht, sich mehr zuzutrauen und die Komfortzone zu verlassen. Hier erfahren Sie mehr über Brigitta Schrempp und andere starke Frauen, die mit Leistung überzeugen.

Die Ursachen für den niedrigen Frauenanteil in Chefetagen sieht Brigitta Schrempp auf beiden Seiten. Die Geschäftsführerin des gleichnamigen Lahrer EDV-Unternehmens glaubt, dass sich Frauen mehr anstrengen müssen als Männer, um es an die Spitze zu schaffen. „Denn sie haben keine vergleichbaren Netzwerke und ohne solche kommen sie nirgends rein.“ Durch Kontakte gelinge es Männern leichter, aufzusteigen. Auf der anderen Seite nimmt Schrempp Frauen in die Pflicht: „Sie müssen lernen, sich etwas zuzutrauen.“ Auch sie habe das erst lernen müssen. „Und das war nicht immer leicht.“ Dazu gehöre es, die Komfortzone zu verlassen, was Frauen in letzter Konsequenz oft scheuten.
Zudem seien sie es nicht gewohnt, ihre Ellenbogen einzusetzen. Sie versuche, so Schrempp, gezielt Frauen zu fördern – auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer. Quoten befürwortet die 64-jährige nicht. „Ich möchte keine Quotenfrau sein, sondern aufgrund meines Wissens und meiner Persönlichkeit eine Stelle bekommen – und nicht, weil es der Staat vorschreibt.“ Zudem finde sie problematisch, „dass wir immer nach dem Staat schreien und dann über Bürokratie jammren“.

BZ 20201211 Brigitta Schrempp_Ich möchte keine Quotenfrau sein

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