Industrielle Anwendung der Blockchain

 

Die Blockchain-Technologie ist in aller Munde – doch um was geht es genau? Antworten auf diese Fragen gab es bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Wirtschaftsregion Ortenau (WRO), schrempp EDV und Volksbank Lahr zum Thema „Industrielle Anwendung der Blockchain“. Die Veranstaltung hat auf dem startkLahr-Areal in Lahr stattgefunden.

„Über Blockchain wird viel gesprochen, aber kaum jemand weiß, um was es im Detail geht“, begrüßt Michael Bertram, Geschäftsführer der IHK und Moderator des Abends, die Gäste in Lahr und stellt die Frage „Ist Blockchain das neue große Ding?“

Die dringend benötigten Antworten lieferte an diese Abend Sascha Löffler. Sascha Löffler ist Senior Manager der cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung. Im Bereich Blockchain unterstützt er Unternehmen dabei, konkrete Anwendungsfälle auf Basis der Blockchain Technologie zu realisieren. Zu seinen Kunden gehören unter anderem Schaeffler Technologies, Schneider Electric und Kraft Foods.

„Blockchain ist eine Vertrauensmaschine“, so Löffler. „Wenn wir Werte, also Geld oder auch Produkte, übermitteln, steht in der Regel ein Mittler dazwischen. Das können zum Beispiel Banken, aber auch Internetgiganten wie Amazon oder eBay sein“, erklärt er. „In vielen Fällen kommen diese Mittler ins Spiel, weil man nicht jedem, mit dem man Geschäfte macht, vertrauen möchte oder kann.“ Die Blockchain biete nun die Möglichkeit, sich von diesem Modell zu lösen. Bei der ‚Blockkette‘ handelt es sich um ein dezentrales Protokoll, das Transaktionen zwischen mehreren Parteien erfasst. Die Eingaben bauen aufeinander auf, somit ist eine nachträgliche Änderung der Daten nicht möglich. Die Blockchain bietet damit völlig neue technische Konzepte, mit denen Unternehmen die eigene Sicherheit und Transparenz erhöhen können.

Warum sollten sich nun Unternehmen mit Blockchain beschäftigen? In Zukunft werden nicht nur Menschen untereinander kommunizieren, sondern auch Maschinen miteinander. „Mit einer Blockchain kann man Vertrauen technisch herstellen“, so Löffler. Außerdem vereinfache die Blockchain die Zusammenarbeit von Unternehmen mit anderen Unternehmen, bzw. ihren Kunden. Prozesse werden effizienter und transparenter gestaltet. Das biete einen großen Mehrwert.

Ist Blockchain ‚the next big thing‘ das ‚neue große, weltverändernde Thema‘? Die Mitveranstalter zeigen sich verhalten. „Es gibt bereits Anwendungsfelder für die Blockchain, es ist ein hohes Potential vorhanden. Die Technologie steht jedoch noch nicht vor dem unmittelbaren Durchbruch“, schätzt Tobias Lachmann, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei Schrempp EDV, ein. „Unsere Kunden verlangen von uns derzeit noch keine Blockchain-Lösungen.“ Florian Störk, IT-Verantwortlicher der Volksbank Lahr, bestätigt diese Einschätzung: „Im Alltagsgeschäft ist die Blockchain-Technologie bei uns noch nicht vorhanden.“ Prof. Stefan Trahasch von der Hochschule Offenburg weiß, was Blockchain-Experten können müssen: „Informatikverständnis, Programmierkenntnisse und ganz viel Neugier.“

Black Forest Hackathon

Um die Blockchain-Technologie dreht sich auch alles beim zweiten Black Forest Hackathon vom 12. Bis 14. Oktober in Offenburg. Das Wort ‚Hackathon‘ ist eine Mischung aus den Wörtern ‚Hack‘ und ‚Marathon‘. Ein Hackathon findet meist über einen Zeitraum von mehreren Tagen statt. Die Teilnehmer kommen üblicherweise aus verschiedenen Branchen, um von einem großen Know-How zu profitieren. In Teams werden Projekte in kurzer Zeit gemeinsam entwickelt, designt und programmiert.

Weitere Informationen zum Black Forest Hackathon und Anmeldung unter www.blackforest-hackathon.de.

 

 
 
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