Von Bits und Bytes

Angela Pöpplau-Hübner von der Agentur für Arbeit informiert sich über den Fachinformatiker

Angela Pöpplau-Hübner schaut Brigitta Schrempp und Aline Schaub bei der Arbeit über die Schulter (v.links).

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Jobtausch: Angela Pöpplau-Hübner von der Agentur für Arbeit informiert sich über den Fachinformatiker. Was macht eigentlich ein Fachinformatiker? Dieser Frage ist Angela Pöpplau-Hübner von der Offenburger Agentur für Arbeit nachgegangen.

Das erste, was Angela Pöpplau-Hübner hört ist ein Satz, der sie den ganzen Tag nicht loslassen wird: »Für Frauen ist der Beruf des Fachinformatikers einer, der sich problemlos mit Familie und Homeoffice verbinden lässt.«

Die Geschäftsführerin operativ der Offenburger Agentur für Arbeit schnupperte in einem Lahrer Software-Unternehmen, das sich auf ERPSysteme spezialisiert hat, in diesen Beruf hinein. »ERP« bedeutet Enterprise-Resource-Planning. Mit diesem englischen Begriff wird die unternehmerische Aufgabe bezeichnet, Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informationstechnik im Sinn des Unternehmenszwecks rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern.

»In der Praxis macht es für unser Unternehmen keinen Unterschied, ob der Arbeitnehmer ein dualer Student war, oder den Fachinformatiker als Ausbildungsberuf erlernt hat«, erklärt Brigitta Schrempp, die geschäftsführende Gesellschafterin des Lahrer Unternehmens und Vizepräsidentin der IHK Südlicher Oberrhein. Ihre Software ist weltweit im Einsatz, die Betreuung erfolgt komplett vom Standort Lahr. Schrempp fordert, dass sich noch mehr Frauen für den Beruf aussprechen sollten: »Die Ausbildung ist nicht spezifisch männlich ausgelegt, Frauen müssen sich einfach nur trauen. « Gerade durch den Fachkräftemangel bieten sich für Frauen hier gute Chancen, findet auch Angela Pöpplau-Hübner von der Agentur für Arbeit.

 

 
 

 

Immer am Ball bleiben:
Ein Quereinstieg in den Fachinformatiker ist übrigens immer möglich. Die wichtigste Voraussetzung, um den Beruf erfolgreich zu erlernen ist, laut Brigitta Schrempp, logisches Verständnis. »Und dem Wille immer up-to-Date zu bleiben«, fügt sie hinzu. Denn die Entwicklungen im IT-Bereich generell und bei Software-Anwendungen im Speziellen sind rasant.

Angela Pöpplau-Hübner schaut bei Aline Schaub über die Schulter. Die 25-Jährige ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Wirtschaftsinformatikerin an der Berufsakademie: »Für mich war immer klar, dass ich beruflich entweder was mit Medien oder Programmieren machen möchte.« Nach erfolgreichem Abschluss ihrer ersten Ausbildung als Mediengestalterin wollte die junge Frau einfach mehr. Sie sagte sich, dass man nie zu alt sei, um eine weitere Ausbildung zu durchlaufen und startet voll durch. Vor allem die täglich neuen Herausforderungen sind es, die Aline Schaub an ihrem Beruf schätzt:

»Ich muss meinen Kopf anstrengen und falle so auch nicht in eine Routine, denn kein Tag gleicht dem anderen.« Gerade Schulabgänger, die Interesse an einer Ausbildung zum Fachinformatiker zeigen, haben »Manschetten« wegen des Programmierens. Aline Schaub gibt Entwarnung: »Der Einstieg ins Programmmieren ist nicht einfach, aber sobald man verstanden hat, wie es funktioniert, ist es ein Selbstläufer. « Ihr Tipp lautet deshalb, gerade wenn das Interesse bereits vorhanden ist, sollte man sich ein Herz fassen und es einfach ausprobieren. »Meist geht es dann fast wie von alleine«, weiß die junge Frau aus eigener Erfahrung.

Strukturiert arbeiten: Und das Fazit von Angela Pöpplau- Hübner? »Es ist ein Job, der sehr variabel gestaltet werden kann. Gerade für Frauen, die auch gerne eine Familie haben möchten ist das ein Vorteil «, erklärt die Geschäftsführerin operativ der Offenburger Agentur für Arbeit. Besonders reizvoll fand sie die Abwechslung – dass von Projekt zu Projekt gearbeitet wird und dass für die Fachleute deshalb mit jedem neuen Auftrag neue Herausforderungen verbunden sind. Geeignet ist der Beruf nach Ansicht von Angela Pöpplau- Hübner gerade für Menschen, die sehr gerne strukturiert arbeiten.

Von Florence-Anne Kälble - www.bo.de



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