Was steckt nicht alles in einer Auftragsstückliste?


 

Unzählige Funktionsstücklisten!

In jedem Auftrag gilt es unzählige Informationen zu verwalten. Natürlich braucht es in jeder Auftragsstückliste eine eindeutige Statusführung. Schließlich muss jeder beim Betrachten einer Auftragsstückliste sehen können, ob die betrachtete Position überhaupt schon konstruktiv freigegeben wurde, und wenn ja, in welchem Indexstand.
Oder ob die Auftragsstücklistenposition vielleicht sogar im Auftragsbezug schon angefragt, bzw. bestellt wurde.
Sie kann natürlich auch schon im Haus sein, da ein Wareneingang bereits erfolgte oder vielleicht ist sie sogar schon wieder entnommen worden.

Dies ist aber nur eine Betrachtungsweise von vielen. Eine weitere Sicht auf die Auftragsstückliste beinhaltet vielleicht den Aspekt der Lagerteil/Nichtlagerteil-Thematik, also, ob ich ein Teil, sei es ein Kaufteil oder ein Eigenbauteil, als reinen Lagerartikel behandle oder eben als Nichtlagerteil und damit im direkten Auftragsbezug.
Ein weiterer möglicher Ansatz ist z.B. bei Elektrostücklisten die BMK (Betriebsmittelkennzeichen), die uns Aufschluss über Anlage, Ort, Betriebsmittel und Funktion geben können.

Oder welche Hersteller für Elektro-Bauteile verwendet werden dürfen.

Wieder eine ganz andere Betrachtung könnte die Sicht auf die jeweiligen Positionsgewichte sein, die im System ermittelt werden oder aus dem CAD übernommen werden können und damit zur Verfügung für Versandpapiere und z.B. für Paketdienstleister stehen. Dann wären da noch die berühmten Ersatzteilstücklisten: Welche Teile kennzeichne ich in einem Auftrag als ersatzteilrelevant und in welcher Ersatzteilmenge? Weil sich daraus vielleicht später oder mit dem direkten Verkauf Ersatzteilangebote/-aufträge problemlos generieren lassen.

Und, und, und…

 

 
Beispiel technischer Auftrag in SIVAS.ERP
 

 

Es ist schnell ersichtlich, dass es hier eine schier unbegrenzte Vielzahl an Betrachtungsweisen gibt. Diese lassen sich allgemein unter dem Namen der Funktionsstücklisten gruppieren. Eine kleine Liste mit möglichen Funktionsstücklisten, die selbstverständlich in keinster Weise einen Anspruch auf Vollständigkeit darstellt, sondern nur einmal die breite Palette der Ansätze aufzeigen soll, ist die folgende:

  • Zeichnungsliste mit Änderungsindizes
  • Rüstlisten mit einer Codierung, um gezielt Material ausfassen zu können
  • Montagelisten
  • Ersatzteilstücklisten
  • Entnahmelisten
  • Schmierteillisten
  • Ventillisten
  • Gerätelisten
  • Hydraulik-/Pneumatikstücklisten
  • Dokumentationslisten
  • „Lose Teile“ Listen
  • Kolli-/Packlisten
  • Kontrolllisten
  • Attest-/Abnahme-/Werkzeugnispflichtige Teilelisten
 


 
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