Notfall-Handbuch für Unternehmer

 
 

 

Der plötzliche Ausfall von Führungskräften in der Wirtschaft durch Unfall, Krankheit oder Tod kann Unternehmen hart treffen.

Der plötzliche Ausfall von Führungskräften in der Wirtschaft durch Unfall, Krankheit oder Tod kann Unternehmen hart treffen. Nicht selten fehle es an ausreichender Notfallvorsorge, hat IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Kempff am Dienstag bei einem Pressegespräch erklärt. Für solche Situationen hat die IHK nun ein Notfall-Handbuch herausgegeben. Wie sie mit dem plötzlichen Tod ihres Ehemannes umgegangen ist, das hat Brigitta Schrempp geschildert: "Plötzlich war ich Chef und nicht darauf vorbereitet".

Gustl Schrempp war 2012 bei einem Unfall mit seinem Hubschrauber auf dem Lahrer Flugplatz verunglückt. Bis dahin war für Brigitta Schrempp die Welt im Software-Unternehmen Schrempp EDV noch in Ordnung. Der plötzliche Tod ihres Mannes habe sie privat und beruflich vor Probleme gestellt: "Wer ist schon auf ein derartiges Unglück vorbereitet?", sagte die damalige Mitarbeiterin im EDV-Unternehmerin, die über Nacht zur Chefin des Softwarehauses mit rund 45 Mitarbeitern wurde.

Wie in vielen mittelständischen Unternehmen sei die klassische Rollenverteilung auch im Hause Schrempp der Fall gewesen: "Mein Mann wusste alles, hatte alle Verbindungen und war bestens vernetzt", schilderte Brigitta Schrempp die ersten unsicheren Handlungen im Unternehmen und mit den Geschäftspartnern nach dem Tod ihres Mannes. "Kein leichtes Unterfangen", sagt die heutige Vizepräsidentin der IHK Südlicher Oberrhein und Geschäftsführende Gesellschafterin von Schrempp-EDV mit mittlerweile 75 Mitarbeitern. "Wenn ich damals ein Unfall-Handbuch gehabt hätte, wäre ich besser zurecht gekommen."



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